Unter die Lupe genommen: Die Guggenmusik Aachgschpenster Singen/ Htwl. e.V.
 
Die Geischterstunde an der Aach rückt näher
Die Singener Aachgschpenster fiebern ihrer großen Enthüllung am 8. November entgegen

 

Beim Hundesportverein wird geprobt, im Sommer auch im Freien.

Sommerzeit — Die meisten Guggen genießen die Sommerpause und haben Proben- und Veranstaltungstermine in weite Ferne gerückt. Nicht so die Aachgschpenster aus Singen. Im Vorbereitungsstress im Hinblick auf die groß angekündigte Präsentation des noch jungen Vereins ist nicht ans Faulenzen zu denken.

Erst im vergangenen Oktober hat die neue Singener Gugge in einer "Hau-Ruck- Aktion" die Vereinsgründung, die Eintragung ins Vereinsregister und die kurzfristige Durchführung der Halloween- Party in der Scheffelhalle gestemmt. Jetzt geht es in die nächste Runde, zu zeigen, was man selbst musikalisch und auch für's Auge zu bieten hat.

 

Seit vergangenem September ist die Gugge auf 28 aktive Mitglieder gewachsen und über Zulauf können die Gschpenster im direkten Vergleich zur Guggenszene nicht klagen. Neue Gesichter haben sich bereits auf verlockenden Aktionen gemeldet, mit vom Verein gestellten Instrumenten den Schritt zur Guggenmusik etwas leichter zu haben.

Die Proben sind in verschiedene Kategorien von A-C eingeteilt, unerfahrene Neulinge starten in C und lernen dort ihr Instrument kennen. Sind erst einmal die Anfänger- Hürden geknackt, steigt man weiter in die nächste Stufe, bis man letztenendes in der Lage ist, in Klasse A, bei den auftrittsfähigen Musikern, mitzuspielen.

Die Aachgschpenster haben beinah allesamt als Laien angefangen, sei es in vorgehenden Guggenmusiken oder im Fanfarenzug. Die Alterspanne reicht derzeit von 7 bis 50 Jahren und insgesamt ist die Gugge sehr familiär eingestellt.

Auch das Einmarschieren will gelernt sein. Das Probendomizil bietet die Möglichkeit, auf längeren Strecken Umzugsformationen zu üben. Man will schließlich auch für die ersten Termine nach der Präsentation gerüstet sein.
   
Die Proben leitet Sergej, mit Posaune und Trillerpfeife bewaffnet fordert ihn sein Job manchmal bis auf die blanken Nerven.

In Sache Musikstil schwört Wolfgang "Faki" Fahr auf die 70er und 80er Hits, das Publikum soll die Titel schnell erkennen und mitsingen können. Der Gschpenstersound hat, so jung wie er ist, noch entsprechende Ecken und Kanten, wie er aber in einer Guggenmusik auch sein darf. Die Stückle werden vom 2. Vorsitzeden "Hubsi" auf die Aachgschpenster zugeschnitten, als musikalischer Leiter setzt Sergej das Ganze in die Tat um. Das derzeitige Repertoire umfasst sechs Titel und wird bis Herbst noch um weitere drei wachsen. Die typischen 20 bis 30 Minuten Auftrittslänge sollen jedenfalls problemlos gemeistert werden können, auch wenn man beim eigenen Fest wohl kaum das komplette Programm spielen wird.

Die große Enthüllung wird noch so Einiges an Arbeit mit sich bringen. Neben den Probenarbeiten sind freilich auch die Kostüme in Arbeit. Es wird geschneidert und gebastelt, was das Zeug hält, um sich auch optisch so richtig "Gugge- Like" zeigen zu können.

Verraten dürfen wir an dieser Stelle natürlich noch nichts, doch sei's erwähnt, dass der bei Insidern bekannte Schaffhausener Künstler "Dino" seine Finger mit im Spiel hat. Wer die Arbeiten des Maskenbauers Aladino D' Andrea kennt, kann sich vorstellen, dass mit einem sehr fantasievollen, bestimmt grusselig- schaurigen Kostüm zu rechnen ist.

 

Die Vorstellung der Aachgschpenster ist gegenwärtig so gut wie in trockenen Tüchern. Sieben Guggenmusiken und eine Tanzgruppe haben für's Programm zugesagt und im Rahmen der Päsentation werden einige Aktionen zu sehen sein. Die österreichische Gugge Pipeline Hülar aus Bregenz wird hierbei eine Rolle bei der Fahnenweihe spielen, bevor zur typischen Geisterstunde um 24 Uhr der Höhepunkt stattfinden wird.

Bereits ab 18 Uhr öffnen sich die Tore der Scheffelhalle Singen, bei Sektempfang der Vorstände und Musikalischen Leiter wird die Auftrittsreihenfolge ausgelost. Die Guggenauftritte folgen dann ab 19:30 Uhr, das ausführliche Programm mit allen Teilnehmern haben wir bereits in unserem Eventkalender veröffentlicht.

Wolfgang Fahr, 1. Vorstand der Aachgschpenster (Bild rechts), hat alle Fäden und Kontakte rund um das bevorstehende Ereignis und die nachfolgenden Termine in der Hand. Ab der Präsentation wollen sich die Gschpenster aktiv an der Singener Fasnet beteiligen und auch die ersten Auftritte außerorts stehen schon fest.

Wolfgang Fahr alias "Faki", erster Vorsitzender der Aachgschpenster.
   
Gruppenfoto: Auch bei den Aachgschpenstern gib es einige Schichtarbeiter, die leider auf dem Foto fehlen.

Wer Interesse hat, die Aachgschpenster schon vor dem 8. November kennen zu lernen, findet Probentermine und Kontaktmöglichkeiten auf deren Webseite. Die Gschpenster sind freilich offen für alle Interessenten und der Eintritt bei der Gugge stellt keine besonderen Hürden dar.

Wir werden als Supporter zur Präsentation vor Ort sein und Euch die Bilder des Abends hier zeigen.

Hier geht's zur Webseite der Aachgschpenster

Die Veranstaltungsdetails haben wir im Eventkalender

 

 

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Bericht: Ralf Liebermann

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